Im letzten Jahr des letzten Jahrhunderts geboren und aufgewachsen in einer Patchworkfamilie im Zürcher Oberland. Nach Abschluss der Oberstufe beschloss ich eine Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit parallel mit der Berufsmatur anzutreten. Anschliessend begann ich im Herbst 2017 mein Bachelor Studium in Pflegewissenschaften an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Nebenbei arbeite ich weiterhin in einem niedrigen Pensum als Fachfrau Gesundheit.

Wie ich zur Politik kam

Politisch interessiert war ich bereits im jungen Alter. Meine Mutter hat mir, als Alleinerziehende und später selbständige Unternehmerin, unbewusst von klein aufgezeigt, was die Gleichstellung von Mann und Frau wirklich bedeutet. Umgeben in einem eher bürgerlich geprägten Umfeld, war für mich schon bereits als Kind unerklärlich, wieso weniger Frauen in der Politik vertreten sind, wieso homosexuelle Paare nicht heiraten dürfen, und dass es menschenverachtend ist, Menschen aus dem Ausland, als schwarze Schafe auf einem SVP-Plakat darzustellen.

Schon von früh an interessierte ich mich für andere Kulturen und ferne Länder. In der Oberstufe lancierte unsere Klasse ein Abschlussprojekt bei dem wir gemeinsam mit der International Project Aid (IPA) ein Entwicklungsprojekt in Kamerun starteten. Über ein Jahr arbeiteten wir an dem Projekt.

Während meiner Lehrzeit gab ich dann regelmässig Hausaufgabehilfe beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) für Kinder mit Migrationshintergrund.

2015 beschäftigte ich mich intensiver mit dem Thema Ernährung, in diesem Kontext begann ich mich vegan zu ernähren. Was aus tierethischen Gründen gestartet hat, zeigte mir schnell den grossen Zusammenhang mit unserer Umwelt auf. So begann ich mich mit dem Thema Klimawandel auseinanderzusetzen und mein Leben dementsprechend zu verändern.

Zu meiner Politisierung hat auf alle Fälle auch mein Berufsalltag in der Pflege beigetragen. Die vielen verschiedenen Menschen und ihre Lebenssituation, die ich kennenlernen durfte, sowie der Berufsalltag, der unmittelbar von der Politik beeinflusst wird. In praktisch jedem Leitbild einer Gesundheitsinstitution steht, dass der Mensch mit seiner Individualität und die Lebensqualität im Fokus steht. Was man tagtäglich erlebt, entspricht jedoch leider meist einem anderen Bild. Durch die hohe Arbeitsbelastung und den Fachkräftemangel kann man sein Fachwissen gar nicht vollumfänglich anwenden. Sprich man kann nicht gute Pflege leisten, wenn manchmal nur knapp die Zeit reicht für eine halbwegs vernünftige Grundversorgung. Diese Diskrepanz führt zwingend zu politischem Denken.

Auch mein Interesse an Geschichte und die intensive Beschäftigung damit wirkte sich  auf mein politisches Interesse im hier & jetzt aus.

Remember sitting in history, thinking „If I was alive then I would have.. You’re alive now. Whatever you’re doing is what you would’ve done!

Nach Abschluss meiner Ausbildung 2017 ging ich für 3 Monate nach Südschweden, dort arbeitete ich freiwillig auf einem Permakulturbauernhof. Nach meiner Rückkehr trat ich den Jungen Grünen.

Junge Grüne & Grüne Partei

Ich war im nationalen Kamapagnenteam unserer Volksinitiative „Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten“. Daraufhin gründete ich die nationale Arbeitsgruppe „Ernährung & Landwirtschaft“. In ihrem Rahmen leitete ich im Sommer 2018 die nationale Kampagne der Jungen Grünen zur „Fair-Food Initiative“. Ende 2017 wurde ich in den Zürcher Vorstand der Jungen Grünen gewählt. Etwas später kam ich dann auch in den nationalen Vorstand der Jungen Grünen, als Vertreterin von der Sektion Zürich. Anfangs 2018 wurde ich dann in die Geschäftsleitung der Jungen Grünen Schweiz gewählt. Das war eine einmalige Chance das tägliche politische Geschäft zu erleben und mitzugestalten. Nach einem Jahr in der Geschäftsleitung bin ich zurückgetreten und konzentrierte mich auf den Kantonsratswahlkampf in Zürich. Ich kandidierte hinter Thomas Forrer, als 2. Spitzenkandidatin auf der Liste der Grünen Bezirk Meilen. Unser Wahlkampf war ambitioniert und hat viel Spass gemacht. Am Schluss konnten wir deutlich zulegen und unseren bisherigen Sitz verteidigen. Ich bin nun auf dem ersten Nachrutschplatz für den Kantonsratssitz und wurde in den Vorstand der Grünen Bezirk Meilen gewählt. Ausserdem bin ich Teil der generationsübergreifenden AG „Grüne Gesundheitspolitik“, die Maya Graf und ich gemeinsam leiten.

Weiteres Engagement

Neben den Jungen Grünen bin ich im Organisationsteam der Nachhaltigkeitswoche Zürich 2018/2019. Ich leite dort das Ressort Hochschulpolitik. Die Nachhaltigkeitswoche Zürich ist ein Projekt von Studierenden der fünf Zürcher Hochschulen: ETHZ, UZH, ZHdK, ZHAW und PHZH. Die dritte Woche des Frühlingssemesters ist an den Hochschulen ganz der Nachhaltigkeit gewidmet. Im Rahmen von mehreren Veranstaltungen soll das Thema Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) breit diskutiert und die Studierendenschaft gebildet und sensibilisiert werden. Wir sind die grösste studentische Eventserie zu Nachhaltigkeit in der ganzen Schweiz. Ein Kernthema der Nachhaltigkeitswoche ist neben der Eventwoche auch unser Engagement in der Hochschulpolitik. Der Weg hin zu einer nachhaltigen Hochschule stellen wir uns als partizipativen Prozess der Hochschulen, mit Beteiligung der Studierenden vor. Darauf arbeiten wir neben unser Eventwoche das ganze Jahr über hin.

Zudem bin ich Delegierte beim Schweizerischen Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK).  Wir setzen uns unter anderem dafür ein, die Pflege als eigenständigen Beruf zu etablieren und die Position der Pflegefachpersonen zu stärken, sowie die Pflege weiterzuentwickeln, ihre Qualität zu sichern und die Lehre und Forschung in der Pflege zu fördern.

Seit dem Sommer 2018 bin ich Teil des internationalen Netzwerks „Global Changemakers“. Ich hatte die grosse Ehre als eine von 60 jungen Führungspersonen aus 42 Ländern für den „Global Youth Summit“ ausgewählt geworden zu sein. Durch Kompetenzentwicklung, Kapazitätsaufbau, internationale Vernetzung wurden wir in Workshops, Seminaren und durch Vorträge unterstützt, unsere Fähigkeiten als junge Führungskräfte, bei der Bewältigung der dringlichsten Herausforderungen der Welt, zu stärken. Dies war eine lebensverändernde Erfahrung für mich.

Privat

Neue Energie tanke ich am liebsten draussen in der Natur, beim Wandern, Sport treiben oder bei der Gartenarbeit. Ich schätze tiefe lange Gespräche und Diskussionen mit den verschiedensten Menschen. Ich interessiere mich sehr für andere Kulturen und packe gerne meinen Rucksack für Reisen. Dies ist auch der Grund wieso ich daran bin meine Fremdsprachenkenntnisse im Sprachkurs  aufzupolieren. Wenn keine Zeit zum Reisen zur Verfügung steht, entdeckte ich neue Welten durch die Literatur. Auch eigene Texte schreiben, ist eine meiner Leidenschaften. Ich lache gerne, am liebsten zu „Last Week Tonight“ von John Oliver. Ausserdem höre ich in praktisch jeder freien Minute Musik, dabei spannt sich mein Musikgeschmack von Rammstein, über Depeche Mode bis hin zu Post Malone.